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Existenzgründer haben kein Geld für Werbung
Unternehmer, die ihr Unternehmen gründen und entwickeln möchten, sollten in ihrer Planungsphase berücksichtigen, dass Geld für werbliche Maßnahmen nötig werden. Dazu zählen sowohl Maßnahmen im Bereich Marketing als auch der PR. Relevant sind Maßnahmen aus dem klassischen sowie aus dem Online-Bereich. Social Media ist dabei in aller Munde. Allerdings sind undefinierte und unklar geplanten Maßnahmen auch hier wenig zielführend.Unternehmensberatungen bieten hier Hilfestellung, wenn es um die Kommunikation für bzw. im Unternehmen geht.
Start-Up und Existenzgründung
Wer sein Unternehmen gründen möchte, der muss dies entsprechend Planen. Für einen gelungenen Start in die Welt der Unternehmer ist der erste Schritt ein fundierter Business Plan, der Aufschluss über das Potential und die mögliche Entwicklung des Unternehmens geben sollte.
Mit Beginn des Unternehmens entwickelt das Unternehmen bzw. die Kommunikationsagentur das CI bzw. CD des Unternehmens. CI das ist die Corporate Identit, CD das Corporate Design. D.h. Logo, Visitenkarten, Briefpapier und Internetseite werden in einer einheitlichen Linie entwickelt. Dies ist im Rahmen des CI kontinuierlich einzuhalten und auch zukünftig zu pflegen.
Um sein Unternehmen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, ist es erforderlich, entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Hierbei kann es sich einerseits um klassische Werbemaßnahmen, andererseits um Online-Marketing-Maßnahmen handeln.
Geld verdienen im Internet – Heimarbeit und Abo-System sollen Usern passives Einkommen bescheren
Produktbewertung – ganz neutral und ungeschmikt
Als Erfolgsmodell wird der der Abomasterplan 2.0 vom Unternehmen selbst herausgegebenen Informationsschriften bzw. über die Homepage allgemein beschrieben. Es soll sich dabei um ein Abo-System handeln, bei dem 100.000 EUR an Verdienst möglich sein sollen.
Das besondere am Abomasterplan sei demnach, dass es ein vollautomatisches Komplettsystem sein. Benutzerfreundlich strukturiert könnte damit jeder Internetnutzer sein eigenes Online-Abonnenten-Portal errichten. Ohne spezielle technische Fertigkeiten, jedoch mit dem Einsatz von Zeit könnte man damit durchaus einen Gewinn von 10.000 Euro erwirtschaften – pro Monat. Für eine Lizenzgebühr von ab 300 Euro für ein Ein-Platz sowie 1700 Euro für ein Mehrplatz-System könne die Lizenz entsprechend erworben werden.
Das System wurde von der KOM KOM – Redaktion unter objektiven Gesichtspunkten unter die Lupe genommen, wobei diese Aspekte und Kriterien unter die Lupe genommen wurden. Handelt es sich hier um eines von vielen Angeboten, die der Rubrik „Geld verdienen im Internet“ zuzurechnen sind, oder ist es ein Angebot, was mehr bietet, als nur Pseudo-Information und Geld für den Hersteller?
Das gebuchte Paket enthält dabei umfassendes Lehrmaterial und notwendige Software. Mit diesen Unterlagen könne das eigene Online-Abosystem per Abomasterplan 2.0 aufgebaut werden, so dass ein komplettes Onlinebusiness gegründet werden könne. Eine Widerkehr der Einnahmen solle so möglich sein.
Beim Blick auf die allgemeine Homepage wird man erst einmal auf den Boden der Tatsachen zurück gefunden. Denn wie man mittels der Software sein passives Einkommen per Heimarbeit steigern kann geht nicht wirklich hervor. Die Seite wurde dabei anhand der Bediener- bzw. Benutzerfreundlichkeit unter die Lupe genommen. Bei angeschlossenem Lautsprecher tönt erst einmal Akkustik pur entgegen. Wer denkt, dass er durch das Aufrufen der Navigationspunkte dort fundierte Informationen lesen kann, der irrt. Das was man auf der Seite lesen kann, sind Kommentare. Die Informationen des Unternehmens sind alle in Video-Files verpackt, was für Internetanwender, die technisch nicht ganz so fit sind, erst einmal eine Herausforderung darstellt. Denn: nicht jeder User hat auf seinem Rechner einen Videoplayer installiert. Etwas versteckt kann man direkt unter dem Videofile einen Link finden, der sämtliche Features der Software vorstellen solle. Ergebnis: eine pdf-Datei, bestehend aus 17 Seiten, die quasi als Benutzungs- und Bedienungsanleitung dienen solle. Dafür, dass man für die Lizenz und die enthaltenen Schulungsunterlagen aber eine Gebühr bezahlt, ist die Bedienungsunterlage eher semi-professionell erstellt. Der User, der sich mit dem Thema nicht auskennt, wird erst einmal mit Themen und Begriffen konfrontiert, die im in der Form sicherlich nicht das gewünschte sagen. Wie allerdings damit die angekündigten 10.000 Euro im Monat bzw. die 100.000 Euro erzielt werden könnten, geht nur bedingt daraus hervor. Auch lässt sich aus den zur Verfügung gestellten Unterlagen nicht ableiten, mit welchem eingesetzten Zeitaufwand das angekündigte Ergebnis erreicht werden kann. Rückschlüsse, die bzw. durch welche Aktivitäten und Kampagnen dies möglich sein solle, sind ebenfalls nicht möglich.
Erzählt wurde die Geschichte des 21 Jahre alten Schülers Mario, der in 12 Monaten unter Zuhilfenahme der Software 100.000 Euro mit seinem Shop generieren konnte. In einem als Presseveröffentlichung titulierten Bericht ist zu lesen, dass der Schüler vor dem Einsatz der Software kaum Umsätze generierte, was sich durch die Software dann änderte. In einer zweiten Veröffentlichung des Unternehmens stand zu lesen, dass man als Kunde der Software-Lizenz (ab etwa
300 Euro gehen die Paketpreise los) 5 DVDS, eine CD, zwei Booklets und ein Poster erhält. Darin soll erläutert werden, für welche Bereiche, Märkte und Nischen sich dieses Abo eignen würde.
Der Nutzer – ein unbedachter Internetnutzer – wird mit Begriffen wie „Perpetual Abo Building Systems“ oder „Bleiberate“ konfrontiert. Inwieweit diese bzw. der tatsächliche Mehrwert der Begrifflichkeiten erläutert wird, geht aus den Ankündigungen leider nicht hervor. Die Installationsanleitung der Software wird per Video geliefert. Im Software-Paket enthalten sind laut Ankündigung des Unternehmens ein Partnerprogramm, die Verwaltungssoftware Ampat 3.0 sowie das Abosystem selbst. Darüber hinaus soll auch eine Schnittstelle zu Zahlungsmöglichkeiten gewährleistet sein.
Der Unterschied zwischen der Standard- und der Premiumversion (400 Euro an Mehrkosten) von Heiko Häusler: die komplette Installation und Einrichtung der Software inkl. Design. Die Mehrplatz-Version beinhaltet bis zu 10 Abosysteme (knapp 1700 Euro).
Bekanntheitsgrad
Wen man nicht kennt, bei dem kann man nichts kaufen. Daher sollte man als Unternehmen bestrebt sein, das andere Menschen auf jemanden aufmerksam werden. Es gibt hier verschiedene Formen, wie man den Bekanntheitsgrad steigern kann. Dies kann über klassische Werbug – Produktwerbung oder Imagewerbung – erfolgen, oder über Maßnahmen der PR. Fragen wie “was bietet das Unternehmen an?” oder “ Welche Produkte gehören zu diesem Unternehmen?” sollten ohne viel nachdenken von möglichst vielen Menschen beantwortet werden können.
Knappes Budget: Werbung, Anzeigen und Marketingkosten gefährden Existenzgründer
Wer sein Unternehmen neu gründet sieht sich erst einmal zahlreichen Ausgaben gegenüber. Diese können – je nach Art des geplanten Gewerbes – größer oder kleiner Ausfallen. Bei produzierenden Betrieben sind die Anschaffungskosten für Maschinen sicherlich ein entscheidender Posten. Allerdings hilft das Beste Unternehmen nichts, wenn es keiner kennt und keiner kauft.
Deshalb sollten gerade Existenzgründer sich zu Beginn bereits die Zeit nehmen, sich genau Gedanken machen, wie sie ihr Werbebudget einsetzen wollen bzw. müssen. Um dies möglichst effektiv zu bewerkstelligen, empfiehlt es sich, hier den Kontakt zu einer kompetenten Kommunikationsagentur zu suchen, um die knappen Ressourcen wenigstens von beginn an zielgerichtet einzusetzen, erklärt die PR-Beraterin Ramona Schittenhelm von der KOM KOM GbR. Diese berät vorwiegend kleine und mittelständische Unternehmen und hilft diesen bei der Umsetzung der einzelnen Kommunikationsmaßnahmen.
Wichtig ist hier die Ausgewogenheit, die richtige Mischung, welche das jeweilige Unternehmen entsprechend nach vorne bringen kann, erklärt die PR-Beraterin weiter. Allerdings ist es keineswegs zwingend so, dass für zwei ähnliche Unternehmen identische Maßnahmen wirksam sind. Dies hängt noch von einer Reihe weiterer Kriterien ab: diese Zielgrößen und die unternehmerische Zielsetzung muss von den Beratern und den Kunden gemeinsam ermittelt bzw. festgelegt werden.






